Demokratie für Deutschland

Demokratie für Deutschland, wir brauchen Parteien die für unser Volk eintreten

Mittwoch, 21. Mai 2014

Am Sonntag den 25.05.2014 kann der Euro abgewählt werden

Am Sonntag den 25.05.2014 kann der Euro abgewählt werden. Die Seilschaften der Blockparteien können in das Nirwana geschickt werden. Mit dieser Wahl entscheidet der Bürger über das Ende der Versorgung von Partei Mitgliedern der Blockparteien in Brüssel und Straßburg. Wählt die Blockparteien ab, die Seilschaften, geht zur Wahl, schützt eure Heimat und Kultur. 20 Zeit Minuten für die Wahl sollte jeder Bürger haben.

Am gleichen Tag kann in Hagen , der Oberbürgermeister gewählt werden. Hier gilt das gleich wie oben, Wählt die Blockparteien ab. Beendet die Seilschaften der CDU, der SPD. Wählt Kandidaten die nicht der der Blockpartei angehören

Freitag, 27. Dezember 2013

Die AfD ist keine Alternative für Deutschland

Anfang 2013 startete ein bis dato unbekannter Professor, der selbst kein Fernsehen besitzt, eine vielbeachtete Karriere als Euro Kritiker in den deutschen Talk Shows.
Dadurch wurde er zum Kristallisationspunkt einer Bewegung, die sich „Alternative für Deutschland“ nennt und wenige Monate nach Ihrer Gründung schon davon träumte, in den Bundestag einzuziehen.
Lucke wurde im April an die Spitze dieser Bewegung freier Bürger gewählt, die – glaubte man seinen Sonntagsreden – im Geiste der Revolution von 1948 – gegen den Euro, für mehr Rechtsstaatlichkeit, mehr Demokratie und für ein Europa der Nationalstaaten kämpfen wollte.
Zu viele Menschen, die an Lucke glaubten, wurden schwer enttäuscht. Vor der Bundestagswahl traf Luckes Blitzschlag u.a. den ehemaligen Sprecher des Bezirkes Köln, Herrn Dieter Beer, oder den ehemaligen NRW-Bundestagskandidat, Herrn Torsten Kloth. Die jüngsten Opfer sind der Mitgründer Michael Heendorf und seine Gattin, die ihren Hut vor Luckes „selbstherrlicher und realitätsferner“ Art gezogen hat oder der Wiesbadener Kritiker des Papiergeldsystems Peter Ziemann. Letzterer ist ein ausgewiesener Libertärer, der sich für eine schlanken Staat, mehr Verantwortung in kleineren Einheiten anstatt eiens europäischen Superstaates oder einen Goldstandard einsetzt. Ihm hat Lucke vorgeworfen „rechtsradikale Inhalte“ (vor AfD-Gründung) verbreitet zu haben und ihn deshalb- ohne ein ordentliches Verfahren- aus seinem Amt als Landesschatzmeister entfernte und öffentlich diskreditierte.
Sein aktuelles Opfer heisst Volker Bartz. Ihn will er zum Rücktritt zwingen und konfrontiert ihn aktuell mit angeblichen beruflichen Verfehlungen, die allerdings schon mehr als 2 Jahrzehnte zurückliegen. Lucke drohte in einem veröffentlichten Email sogar mit den „Auswirkungen einer öffentlichen Beschädigung“ … „für Ihre Frau und Ihre Kinder“ (Zitatende).
Wer Lucke als “Parteifreund” hat, braucht sich also ums seinen öffentlichen Ruf keine Sorgen mehr zu machen, denn darum kümmert sich schon der AfD Bundesvorstand.
Aber was stört es einen elitären Professor, wenn es an der Basis seiner Partei rumort.
Wer es in der AfD (= Alternative für Deppen) mit dem „Mut zur Wahrheit“ wirklich ernst meint und dabei den Zug von Lucke und seinen Lemmingen in Richtung Brüssel behindert, wird gnadenlos geopfert.
Die AfD will an die Futtertröge der Macht. Sie will -so wie die Blockparteien- ein Teil des verfilzten, elitären, undemokratischen und medial gesteuerten Systems werden.
Lucke und seine Blockwarte sind dabei, innerparteilich jeden auszusondern, der unbequeme Wahrheiten ausspricht oder Dinge tut, die dem Führer nicht in den Kram passen.
Eine korrumpierte “ Alternative für Deppen“ braucht Deutschland nicht. Aber vielleicht ist sie von den Eliten gewollt, um das wachsende Protestpotential zu kanalisieren und zu kontrollieren.
Deutschland braucht eine neue Partei, die wirklich den Mut und das Format hat, nicht nur mehr Freiheit und mehr Demokratie zu fordern, sondern dafür auch auf allen Ebenen zu kämpfen.
Deutschland braucht keine weitere Marionette der Eliten wie den Lucke, sondern einen neuen Politiker der voll und ganz hinter der Abschiedsrede von Ron Paul steht:
“Wenn wir nicht einsehen, dass der aufgeblähte Regierungsapparat, das Papiergeldsystem, die mit Füssen getretene Freiheit, die Planwirtschaft, die öffentliche Wohlfahrt und die Kriegslüsternheit unsere Krise verursacht haben, setzt sich der andauernde und riskante Marsch in Richtung Korporatismus und sogar Faschismus mit noch mehr Verlust unserer Freiheiten weiter fort.”

Freitag, 20. Dezember 2013

Am Montag trete ich aus der AfD aus

Aus der AfD wird eine weitere Blockpartei, am Montag trete ich aus der AfD aus.
Ich gebe einen Artikel von
Rechtsanwältin Heidrun Jakobs, LL.M.
An der Hasenquelle 31 – 55120 Mainz
Tel.: 06131 – 945 99 90 – Fax: 06131 – 945 99 93
info@kanzleijakobs.de


Mit einem Paukenschlag macht die Alternative für Deutschland mal wieder von sich reden!
Der gerade mal frisch gewählte Schatzmeister des Landesverbands Hessen wurde gleich in der ersten Vorstandssitzung seines Amtes enthoben! Was war passiert? Der Bundesvorstand hatte nach Presseberichten in einer Telefonkonferenz beschlossen, den gerade vor 4 Tagen gewählten Schatzmeister mit sofortiger Wirkung seines Amtes zu entheben. Die entsprechenden Anträge sollen wohl über den 3. Sprecher des hessischen Landesverbands, Gunther Nickel, ebenfalls frisch gewählt, gegenüber dem Bundesvorstand gestellt worden sein.
Der Anlass hierfür waren die folgenden Äußerungen des Schatzmeisters, die er noch vor seinem Eintritt in die Partei unter anderem auf Facebook veröffentlichte:
Mir sind nationale Korruption und Mafiosi lieber – bei denen weiß man zumindest, woran man ist – als die internationalen Mafiosi, die unter dem Deckmantel von Demokratie, Humanismus und Multikulti die Menschheit in einem öko-faschistischen Gefängnisplaneten versklaven wollen
und
„Der heutige Sozialismus, der sich Demokratie schimpft, muss das gleiche Schicksal wie der Ostblock vor mehr als 20 Jahren erleiden. Nur so können wir die satanistischen Elemente der Finanz-Oligopole von den westlichen Völkern wieder abschütteln, die wie die Zecken das Blut der Völker aussaugen und die Körper mit tödlichen Bakterien verseuchen.“
Man kann sich jetzt über diese Äußerungen wohl trefflich streiten. Sie sind in der Tat auch Geschmacksache. Wenn aber Nickel meint, diese Äußerungen seien grundgesetzwidrig, dann irrt Nickel gewaltig und beweist damit, dass er nicht die geringste Ahnung hat, was von unserem Grundgesetz aus gutem Grund garantiert wird, nämlich das Recht auf freie Meinungsäußerung.
Nun ist Nickel ja ein gebildeter Mann, immerhin Professor, so sollte man doch meinen, dass ein Professor, der ein politisches Amt bekleidet, sich ein wenig mehr Sachwissen aneignet, bevor er mit rechtlich unhaltbaren Parolen vor die Presse tritt. Umso erstaunlicher ist es, dass der Bundesvorstand der AfD mit Bernd Lucke und Konrad Adam, wohl ohne den Schatzmeister zuvor angehört zu haben, in das gleiche Horn blasen. Dabei ließen sich Angriffe auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung wohl eher bei Konrad Adam feststellen, der noch im Jahr 2006 in der Welt Überlegungen zur Aberkennung des Wahlrechts für „Inaktive und Versorgungsempfänger“ (Beamte, Politiker, Arbeitslose und Rentner) angestellt haben soll.
Und Bernd Lucke, der selbst Angriffen wegen seiner Äußerungen vom „Bodensatz“ und der „entarteten Demokratie“ hart angegangen wurde, sollte auch um die Bedeutung der freien Meinungsäußerung wissen, die -man kann es nicht oft genug betonen- schlichtweg konstituierend ist für eine freiheitlich demokratische Grundordnung.
Es ist mehr als peinlich, womit die Funktionäre der Alternative für Deutschland da gerade aufwarten. Mit der offensichtlich rechtswidrigen Amtsenthebung des hessischen Schatzmeisters macht sich die Alternative für Deutschland vor den eigenen Mitgliedern zum Gespött für den politischen Gegner.
Und so kann man nur erahnen, um was es wirklich geht: Nämlich unliebsame Funktionsträger los zu werden. Dann wird eben ein Parteitag nach dem anderen einberufen und es wird gewählt bis es passt. Ob das im bezahlten Auftrag geschieht oder aus persönlichen Charakterschwächen einzelner Funktionsträger. Völlig wurscht!
Das Ergebnis ist jedenfalls dasselbe: Bernd Lucke und Konrad Adam hatten für die Alternative für Deutschland vorgegeben, anders zu sein als die anderen Parteien, demokratischer und rechtsstaatlicher und geben sich jetzt autokratisch und polizeistaatlich.
Das Vertrauen von 2 Millionen Wählern, die eine wirklich Alternative in dieser Partei gesehen haben, wurde auf eine bitterliche Art und Weise zerstört. Und das, obwohl Deutschland eine Alternative braucht. Eine großartige Chance wurde vertan!
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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Was ist nun mit der AfD?

Auf Facebook gefunden. Ein User und Mitglied der Partei Alternative für Deutschland schreibt auf Facebook zur AfD folgendes

Was ist bloß los dieser Tage und vor allem: Wo ist „meine“ AfD geblieben? Als ich im Juni begann, auf Facebook alles in mich aufzusaugen, was in irgendeiner Form mit der AfD zu tun hatte, war ich völlig begeistert. Damals noch politisch „alleine“, freute ich mich ebenfalls über jedes runde „like“, welches auf der Hauptseite euphorisch gefeiert wurde. Fast mochte ich nicht glauben, dass es doch so viele Menschen gibt, deren politisches Denken so große Schnittmengen mit meinen eigenen Gedanken aufweist, dass ich das meiste bedingungslos unterschreiben würde. Das Wahlprogramm war mir aus der Seele geschrieben; Punkt für Punkt – JEDER Punkt. Und alle Punkte in ihrer Gesamtheit. Zeitraffer: Ich bin (noch mißtrauisch) zu Treffen gegangen, war erleichtert: Alles normale, arbeitende Menschen quer durch alle Schichten, alle mit dem Herz am richtigen Fleck. Ich wurde Mitglied, nahm an weiteren Treffen teil, unterhielt mich, war begeistert, überzeugte Freunde und Familie. Warb bei jedermann für die AfD. Ich hatte meine politische Heimat gefunden. War begeistert, dass sich hier explizit fachliche, wissenschaftliche Kompetenz gepaart mit gesundem Menschenverstand anschickte, endlich Einzug in die Politik zu halten. Die Wahlen eine Enttäuschung, doch im Nachhinein auch Stolz ob des dennoch grandiosen Erfolges. Was sehe und fühle ich heute? Heute gehe ich ohne „gedankliches“ Kettenhemd gar nicht mehr auf Facebook online. Es wird im Prinzip nur noch mit Dreck geworfen, und zwar von jedem und in alle Richtungen. Ich verstehe langsam die Welt nicht mehr. Hier gibt es mittlerweile Gesinnungsgruppen gegen „Rechtsextremismus“, die in den Freundeslisten diverser AfD´ler nach braunen Kontakten fahnden und offen zur Denunziation aufrufen. Dann gibt es natürlich das Gegenstück gegen Linksextremismus und eine „allgemeine“ Gruppe "nur" gegen Extremismus. Es gibt zig geheime Gruppen, die man bald gar nicht mehr überschauen kann, usw. usf… Vorstand gegen Vorstand, alter Vorstand gegen neuen Vorstand, je nach Sichtweise auch umgekehrt und jede beliebige weitere Kombination... Nun dürfte es mit dem Rücktritt Schünemanns auch im Bundesvorstand Trubel geben (ist der nun noch beschlussfähig?), Prof. Lucke macht munter weiter alleine Parteiprogramm OHNE mit uns zu reden. Mit wem sollte er auch reden, es gibt ja keine Strukturen und mitunter ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass dies so gewollt sein könnte, bis es die „richtigen“ (= wessen / welche?) Strukturen sind. Fakt ist, dass sich langsam aber sicher die Windrichtung in der AfD zu ändern scheint, oder sagen wir einmal diplomatisch aus dem Wind wird so langsam ein Lüftchen; aus dem Mut nur noch ein „Mütchen“. Wie sonst ließe sich anders erklären, dass es außer dem Euro kein wahrnehmbares Thema mehr gibt, dass von der AfD öffentlich angesprochen wird? Natürlich, eine Erklärung könnte sein, dass man sich als … wie soll ich es nennen …. als „normal“-konservativer Mensch kaum noch leisten kann, sich zu seiner politischen Grundhaltung zu bekennen. Wird doch das „normal“ von sogenannten Parteifreunden schnell mal durch „stramm“ o.ä. ersetzt. Immerhin ist konservativ im Volksmund gleichbedeutend mit rechts und rechts ist im linken Volksmund gleichbedeutend mit böse. Dementsprechend erscheint es manchen Parteifreunden als opportun, sich vorsichtshalber gleich entschieden von rechts zu distanzieren. Da das vermutlich zu Entrüstung führen würde, verschleiert man seine Intention damit, sich natürlich nur gegen die Rechtsextremen abgrenzen zu wollen. Ich bezweifle diese Intention allerdings, denn offenbar ist alleine die Richtung für manche schon Grund genug, sich zu gruseln. Bei diesen Gedanken drängt sich mir eine Überlegung in den Vordergrund, die ich einfach nicht mehr abzuschütteln vermag: Wo ist hier der Mut zur Wahrheit geblieben? Ist das der gesunde Menschenverstand, den wir monatelang beschworen haben; ist das die allerseits gerne zitierte Aussage „Wir sind vorne“ oder „Wir sind die Mitte“? Während die „Ängstlichen“ unter uns von schlaflosen Nächten geplagt werden, ob Ihrer Sorge vor der angeblichen rechten Unterwanderung, habe ich die Vermutung, dass irgendjemand das falsche Fenster geöffnet hat. Ich meine immer öfter, eine linke Brise wahrzunehmen. Es wird tatsächlich in Freundeslisten nach verdächtigen Kontakten geschnüffelt! Das ist eigentlich auch kein Wunder, dümpeln wir als normale Mitglieder doch mehr oder weniger sinnlos vor uns hin und warten darauf, dass unser Hohepriester uns durch die Presse mitteilt, was und wohin wir eigentlich gehen wollen (?) - oder was oder wohin wir nicht wollen (?). Wie der Herr, so 's Gscherr, sagt man. Also wenn der Bundesvorstand sich untunterbrochen von allem und jedem distanziert, kann es doch nicht so falsch sein, wenn wir uns auch alle (voneinander) distanzieren? Dabei ist es irgendwie verdächtig still geworden. Außer dem steten Fingerzeig auf die GroKo, die FDP, auf die üblichen Brüsseler Verdächtigen hört und liest man eigentlich nichts mehr. Gab es da nicht noch andere Themen im Wahlprogramm? Sind wir nicht alle beinahe verschreckt wachgeworden ob des frischen Windes, der uns durch die AfD ins Gesicht schlug: „Auch unkonventionelle Meinungen ergebnisoffen diskutieren“, „Keine Einwanderung ins soziale Netz“, „Parteien sollen am politischen System mitwirken, es aber nicht beherrschen“, „…mehr direkte Demokratie auch in den Parteien. Das Volk soll den Willen der Parteien bestimmen, nicht umgekehrt.“ Nun, wie steht es damit? Wann fangen wir damit an? Bei aller Hochachtung vor Prof. Lucke – aber hat man diese Themen bei all den Statements und Verlautbarungen, die man der Presse (natürlich nicht uns Mitgliedern) mitteilt, etwa vergessen? Und vor allem, wie sollen wir, das Volk, bzw. in diesem Fall die Mitglieder, den Willen unserer Partei bestimmen, wenn – jedenfalls bisher – de facto eher umgekehrt ein Schuh daraus wird? Landesvorstände liegen / lagen in Trümmern, wurden neu gewählt und müssen erst wieder zueinander finden. Wenn wir konstruktiv arbeiten wollen und in den Wahlkampf für´s Europa-Parlament eintreten wollen, dann würde ich sagen: Es ist allerhöchste Zeit. Statt klarer Impulse von oben hört man vom Bundesvorstand eigentlich nichts. Außer, wie bereits oben erwähnt, dass man sich von klaren Impulsen anderer Mitglieder / Dritter noch klarer distanziert. Die Botschaft: Alle anderen sind böse oder rechts (also doppelt böse). Nur wir sind vorne und zeigen mit dem Finger auf alle anderen. Wenn ich also gefragt werde, was wir denn nun konkret vorhaben und was wir politisch wollen, so werde ich entsprechend der hier beschriebenen und auch aller offiziellen Informationen wahrheitsgemäß antworten: „Wir wollen ins Europaparlament. Ansonsten: Keine Ahnung, irgendwas wegen dem Euro. Aber Lucke kann es alleine besser, als alle anderen zusammen. Sie sollten uns also Ihre Stimme geben.“ Wer waren eigentlich noch einmal die anderen Mitglieder des Bundesvorstandes – haben die auch irgendeine Funktion? Diese Frage ist bewusst ein wenig frech. Wollen sie sich nicht zu Wort melden oder dürfen sie nicht? Oder treibe ich mich einfach zu viel in Facebook herum und bemerke nicht, wenn sie sich zu Wort melden? Kann eigentlich nicht sein, denn alle Informationen, die ich ergattern konnte, habe ich mir in Facebook erworben. Mein Gott, wäre das schön, wenn die Informationen aus den übergeordneten Gliederungen kämen und ich meine Zeit sinnvoll mit (Programm-)Anträgen oder Gegenanträgen verbringen könnte. Dann könnte ich meinen gesunden Menschenverstand statt für „Freund-Feind-Erkennung“ auch mal sinnvoll einsetzen. Aber nach „oben“ herrscht ein solches Gedrängel und Geschubse, dass ich gerne in der dritten oder vierten Reihe sitzenbleibe und mir das Schauspiel aus der nötigen Entfernung anschaue. Allerdings ärgert es mich ungemein, dass im Abspann auch mein Name gelistet würde, obwohl ich gar nicht teilgenommen habe. Warum? – Weil mein gesunder Menschenverstand mir von einer Teilnahme an „Hauen und Stechen“ dringend abrät und die Ablehnung einer Politik „von oben“ anrät. Mut zur Wahrheit? – Ganz sicher: Ja. Aber auch Angst vor der Realität.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Die neue Regierung belastet jeden Arbeitnehmer mit zusätzlich 500 € im Jahr

Arbeitnehmer müssen wegen der Pläne der großen Koalition bereits in den nächsten Jahren mit spürbar höheren Abzügen beim Lohn rechnen. Das berichtet FOCUS und beruft sich auf Berechnungen des Deutschen Steuerzahlerinstituts (DSi), das zum Bund der Steuerzahler gehört. Demnach führten steigende Sozialbeiträge und die Wirkung der kalten Progression bei der Einkommensteuer dazu, dass mittlere Einkommen zwischen 20.000 und 90.000 Euro im Jahr 2017 mehrere hundert Euro mehr an Abgaben zahlen müssten als heute. Bei einem Bruttoverdienst von 60.000 Euro im Jahr liegt die Mehrbelastung der DSi-Berechnung zufolge bei mehr als 500 Euro. Arbeitnehmer und Rentner müssen sich auch auf steigende Krankenkassenbeiträge einstellen. Die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, sagte FOCUS: „Die aktuelle Finanzsituation darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben spätestens 2015 wieder aufgeht.

Aus dem Focus http://www.focus.de/politik/deutschland/spuerbare-abzuege-beim-lohn-neue-regierung-kostet-arbeitnehmer-schon-bald-bis-zu-500-euro-pro-jahr_id_3445314.html

Nach dem Kommunismus fällt die sozialistische EU

Die Wähler in Europa ahnen auch, dass sie mit ihrer Schulden-, Wachstums- und Währungskrise alleine gelassen werden. Schlimmer noch: Die politische Elite fährt im Tandem mit der Finanzindustrie die eigenen Gesellschaften schnurstracks in den Abgrund. Diesen kollektiven Finanz- und Sozial-Selbstmord versuchen Politiker und Banken nach bestem Willen zu verbergen. Aber er ist dennoch sichtbar.
Schön weit hinten im neuen Bundesbank-Monatsbericht für den November auf Seite 33 zum Beispiel. Dort wird detalliert beschrieben, wie die Banken in Italien und Spanien mit immer höherem Tempo Staatsanleihen ihrer Regierungen kaufen (und gut an diesen Käufen verdienen), wohl wissend, dass die Schuldpapiere nie mehr in vollem Umfang – wahrscheinlich zum Großteil nicht – zurück bezahlt werden:
“So nahmen die von italienischen Banken gehaltenen heimischen Staatsanleihen von 240 Mrd € Ende November 2011 auf 415 Mrd € Ende September 2013 zu (+ 73%), spanische Banken steigerten ihre Bestände spanischer Staatsanleihen im selben Zeitraum um 81% von 165 Mrd € auf 299 Mrd €.2) Auch irische (+ 60%) und portugiesische Banken (+ 51%) erwarben verstärkt heimische Staatsanleihen, während die Zuwächse bei den Kreditinstituten aus Deutschland und Frankreich merklich schwächer ausfielen (16% bzw. 14%).”
Ambrose Evans-Pritchard macht im Telegraph darauf aufmerksam, dass die Banken in diesen Fällen Anleihen von Staaten kaufen, deren Schuldkurven immer steiler aufragen:
“Note too that these banks are buying the bonds of sovereign states where the debt trajectory is rocketing upwards, an effect made worse by Euroland’s slide towards deflation. Italy’s public debt has jumped from 119pc to 133pc of GDP since 2010, and average maturity has been sliding for two years as the treasury relies more heavily on short-term debt backed by the ECB. Spain’s debt has risen from 62pc to 94pc. The longer the banks keep betting on this state debt, the greater the risk.”
Der Hinweis auf die drohende Deflation ist enorm wichtig, wir haben das ja hier im Blog am Freitag auch schon thematisiert. Den Konjunkturen der Eurozone droht in den kommenden Monaten ein weiterer Rückschlag. Der Schuldenstand als Prozentsatz des BIP wird dann schlagartig weiter ansteigen. Statt sich glätten und in ruhigere Fahrwasser zu geraten, werden die Schuldenkurven immer parabolischer. Und das in einer Zeit, in der noch rekordniedrige Zinsen herrschen.
Gelingt die versprochene wirtschaftliche Erholung nicht – und wir erleben Jahre oder Jahrzehnte schwacher Dümpel-Konjunkturen – bleiben die Zinsen niedrig und es werden wegen der Versuchung des billigen Geldes bei Verzicht auf die nötigen Reformen weiter fleißig neue Schulden angehäuft. Oder die wirtschaftliche Erholung kommt bald, dann ziehen die Zinsen an und erdrücken uns unter der Last des massiven Schuldendienstes.
Galgen, oder Scheiterhaufen. Das scheint unsere Wahl zu sein. Und selbst darauf wird uns wenig Einfluss zugestanden.
Derweil revoltieren Franzosen gegen steigende Steuern. Weil die Regierung Hollande nicht sparen will, sondern das Wahlvolk erst einmal ordentlich auspresst. Damit will sich der Präsident auch Zeit kaufen, bevor er schmerzhafte Reformen einleitet, die ihm Berater und Kritiker gleichermaßen ans Herz legen.
Die Franzosen spüren, dass etwas stinkefaul ist mit ihrer nicht mehr ganz so großen Grande Nation. Sie ahnen oder wissen, dass Hollande auf ganzer Linie versagt, und dass sie wie in sturer Zeitlupenwiederholung nach europäischem Drehbuch der Spielball und Geldautomat von Mächten sind, die sie nicht richtig sehen und erfassen können. Die Proteste werden von so verschiedenen Berufsgruppen vorgetragen wie LKW-Fahrern, Bauern und der Reitervereinigung.
Mit inzwischen 44,2% des Bruttoinlandsprodukts sind Frankreichs Steuern mit die höchsten auf der Welt. Gerard Depardieu kann mehr als nur ein Lied davon singen. Aber er fand einen Weg aus dieser Steuermühle, Millionen Franzosen ist das verwehrt.

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